Fundus

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Fundus – Finden statt suchen

Sozialgenossenschaft in Köln-Chorweiler gegründet

A social co-operative in the Chorweiler neighbourhood of Cologne improves the local quality of life by recycling household equipment and offering energy advice. It has created eight jobs.

Im Juni 2008 gründete sich die Fundus-Genossenschaft im Stadtbezirk Chorweiler e.G. Ziel ist neben der Schaffung von Arbeit, Qualifizierung und Förderung arbeitsloser Menschen günstige Waren und einfache Dienstleistungen anzubieten, die für Personen mit geringen Einkommen erschwinglich sind. Anfang 2009 startet das Dienstleistungsangebot und im Spätsommer 2009 eröffnet das Warenhaus. Damit will die Genossenschaft dazu beitragen, dass das Wohnen im Stadtbezirk für die Menschen attraktiver wird.

Der „Markt“ rund um die notwendige Versorgung von Haushalten mit Waren zur Einrichtung der Wohnung, technischen Geräten, Haushaltsbedarf und Kleidung wird erschlossen. Es geht vorwiegend um gebrauchte Waren, die aber insbesondere durch Handelswaren aus dem Bereich der technischen Geräte ergänzt werden sollen. Das Verkaufspersonal wird in den Verkaufsräumen Dienstleistungen anbieten, wie Energieberatung, Hilfe beim Kauf elektrischer Geräte, Bedienungshilfe und die Verwaltung einer Gästewohnung. Darüber hinaus soll der Bereich Kunstunterricht und -beratung aufgebaut werden.

Schrittweise ist in den ersten drei Jahren ein Ausbau des Unternehmens von zwei auf acht Mitarbeiter vorgesehen. Dabei ist eine dauerhafte Bezuschussung von Stellen im Rahmen der „JobPerspektive“ geplant. Einstellungen können jedoch erst vorgenommen werden, wenn die Finanzierung der Arbeitsplätze gesichert erscheint. Bis dahin werden die notwendigen Arbeiten zum Aufbau der Genossenschaft ehrenamtlich erbracht.

Im Vorfeld fand die Ideenwerkstatt Chorweiler packt’s an statt. 43 Bürger und Vertreter unterschiedlicher sozialer Einrichtungen entwickelten einen Tag lang Geschäftsfelder zum Aufbau eines sozialen Betriebes. Eine Gruppe mit 15 Personen und einem externen Berater übernahm die Planung. Sie wählten die Form der Genossenschaft. Es soll ein demokratisches Unternehmensmodell mit dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe entstehen. Arbeitslose, engagierte Bürger und Institutionen als Förderer und Unterstützer der Idee wird eine active Beteiligung ermöglicht. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

Das Eigenkapital der Genossenschaft wird durch Anteile der Mitglieder aufgebracht. Ein Anteil beläuft sich auf 100 Euro. Eine Haftung ist auf den Genossenschaftsanteil beschränkt. Mitglieder können bis zu 75 Anteile übernehmen.

Im Dezember 2009 hat Fundus den 3. Robert Jungk Preis für Bürgerengagement gewonnen, der mit €2.500 dotiert ist.

Siggi Heidt

Kontakt:
Fundus eG, Zörgiebelstraße 12, 50769 Köln
Tel. +49 221 16900901
mailto://info@fundus-koeln.org
http://fundus.chorweiler.info/

Quelle:
Europa & Arbeitsmarkt, Dezember 2008
Herausgeber: Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.
http://www.caritasnet.de